Präzisionsmedizin

Moderne Medizin mit Tradition


Mit dem Zentrum für Präzisionsmedizin sieht sich die MedUni Wien ihrer Tradition verpflichtet, ihre Top-Stellung zu behaupten und zu stärken. Denn die MedUni Wien zählt zu den besten medizinischen Universitäten im deutschsprachigen Raum. Viele ihrer ForscherInnen gehören zu den am meisten zitierten WissenschafterInnen weltweit.
Die neuen lnfrastrukturprojekte am MedUni Campus AKH mit dem Zentrum für Präzisionsmedizin schaffen die baulichen Voraussetzungen für die Umsetzung eines europaweit führenden Programms zur personalisierten Medizin.

Sie sorgen für die Nachhaltigkeit dieser Stellung und des hervorragenden Images in der Medizin- und Wissenschafts-Community. Nach den führenden Wiener Medizinischen Schulen des 18. und 19. Jahrhunderts wurde Wien mit der Konzentration der Universitätskliniken im „neuen Wiener AKH", Ende des 20. Jahrhunderts, wieder zu einem Hotspot der medizinischen Wissenschaften. Starke Partnerschaften mit anderen internationalen universitären Spitzeninstitutionen und mit großen Unternehmen aus der Industrie untermauern diese Top-Position

Erfahren Sie hier mehr zu den Wiener Medizinischen Schulen:

Erste Wiener Medizinische Schule

Kaiserin Maria Theresia berief den Holländer Gerard van Swieten nach Wien, der den Grundstein für die „Erste Wiener Medizinische Schule" legte. In dieser Zeit wurde das heute als „Bedside-Teaching" bezeichnete Lehrmodell in Wien entwickelt, das von hier aus seinen Siegeszug als weltweit angewandte Methode der medizinischen Ausbildung antrat. Im Laufe des 19. Jahrhunderts und mit der vorangegangenen Eröffnung des Allgemeinen Krankenhauses (1784) entwickelte sich Wien als internationales Forschungszentrum. Eine herausragende Stellung, die Wien und die medizinische Forschung erstmals im 18. Jahrhundert innehatte.

Zweite Wiener Medizinische Schule

Es entstand mit Ärzten wie lgnaz Philipp Semmelweis oder Karl von Rokitansky die „zweite Wiener Medizinische Schule". Theodor Billroth führte weltweit anerkannte Innovationen in der Chirurgie durch. Die ersten Haut-, Augen- und Hals-Nasen-Ohren-Kliniken der Welt wurden in Wien gegründet - die österreichische Bundeshauptstadt wurde zur Geburtsstätte der medizinischen Spezialisierung. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde diese Top-Stellung durch die Verleihung von insgesamt vier Nobelpreisen an Wiener Mediziner untermauert: an Robert Barany, Julius-Wagner-Jauregg, Karl Landsteiner und Otto Loewi.

Zäsur ab 1938

Mit dem sogenannten "Anschluss" Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland am 13. März 1938 begann für die Medizin in Wien ihr dunkelster Abschnitt. Mehr als 50 Prozent der medizinischen HochschullehrerInnen, überwiegend jüdischer Abstammung, wurden entlassen. Viele renommierte ForscherInnen, ÄrztInnen und Studierende wurden in die Emigration getrieben oder kamen in Konzentrationslagern oder auf andere tragische Art ums Leben. Die Opfer des Nationalsozialismus bleiben im ewigen Gedenken, auch mit dem Mahnmahl auf dem Campus der Medizinischen Universität Wien. Nach 1945 begann der schwierige Wiederaufbau der Gesellschaft und der Medizin.

Das neue AKH

Im Jahr 1994 wurde das neue AKH offiziell eröffnet und in den folgenden zwei Jahren  alle Universitätskliniken räumlich zusammengeführt und ausgebaut. Dadurch war die Wiener Spitzenmedizin an einem modernen Universitätsklinikum konzentriert – optimale Rahmenbedingungen für die Klinische Forschung.

Vor dem Hintergrund der historischen Erfolge und Innovationen in der medizinischen Forschung sieht sich die MedUni Wien dem Ziel verpflichtet, die aktuelle Top-Stellung zu behaupten bzw. zu stärken. Dazu wird das Zentrum für Präzisionsmedizin und die damit verbundenen Möglichkeiten in Klinik und Forschung wesentlich beitragen.

Unterstützen Sie uns auf diesem Weg. Als privat finanzierte Einrichtung benötigt das Zentrum für Präzisionsmedizin Ihre Unterstützung.

Sie interessieren sich für die ausführliche Geschichte der MedUni Wien?

Diese finden Sie hier